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Art.-Nr.: C96136, Der heilige Skarabäus, Jerusalem

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Preis: 24.90 €, Bestand: 10, Best.-Nr.: 63070748

Jerusalem, Else: Der heilige Skarabäus. Bis Else Jerusalem, "nicht nur mit Blicken und Worten beworfen", der Stadt Wien 1911 den Rücken zukehrte, hatte ihr Skandalroman "Der heilige Skarabäus", der erstmals 1909 erschienen war, bereits über 20 Neuauflagen erlebt. In diesem als "Unsittenroman" verdammten Buch eröffnet die damals bereits weithin bekannte Verfasserin einen schonungslosen Blick auf die Vergnügungssucht und das Laster des Bürgertums im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Anhand des buntbewegten Treibens im sogenannten "Rothaus", das von einer üblen Absteige bald zu einem der vornehmsten und bestbesuchten erotischen Salons der Stadt wird, schildert sie nicht nur den Aufstieg und Untergang eines einzelnen Bordells, sondern entwirft gleichzeitig eine ebenso kritische wie hellsichtige Sozial- und Gesellschaftsstudie. Zum ersten Mal in der Geschichte der österreichischen Literatur geht es hier um das Leben der Prostituierten selbst, um verwegene, verführte und oft bedauernswerte Geschöpfe, die durch Unwissenheit, Not und Verzweiflung zur Prostitution kommen und durch Geldgier, Korruption und Mädchenhandel zur Ware der käuflichen Liebe werden."Der Roman porträtiert das Rotlichtmilieu Wiens um die Jahrhundertwende. Es geht um Mädchenhandel, Schieberringe und die windige sexuelle Moral des Großbürgertums. Eine fulminante Anklageschrift. Eine gleichermaßen kritische wie hellsichtige Sozial- und Gesellschaftsstudie." - Anna Steinbauer am 20. Oktober 2016 in der 'Süddeutschen Zeitung'"Mit Else Jerusalems 'Der heilige Skarabäus' wurde der bedeutendste Bordell-Roman des 20. Jahrhunderts neu aufgelegt."- Rolf Löchel auf literaturkritik.de - Jerusalem, Else Else Jerusalem, geborene Kotßnyi, (1877-1942) war eine österreichische Schriftstellerin und Vortragskünstlerin. Sie gilt als eine der herausragenden Protagonistinnen in der bürgerlichen Frauenbewegung um 1900. Die Tochter aus wohlhabendem jüdischem Haus studierte vier Jahre als außerordentliche Hörerin an der Universität Wien und wurde bekannt mit Schriften über zu ihrer Zeit als gewagt geltende Themen wie Prostitution (Novellensammlungen "Venus am Kreuz" und "Komödie der Sinne") und Sexualerziehung ("Gebt uns die Wahrheit" 1902). Ihr Hauptwerk, der in einem Bordell spielende Roman "Der heilige Skarabäus" (1909 im S. Fischer Verlag erstmals publiziert) erreichte bis 1911 22 Auflagen und wurde 1933 von der Gestapo verboten. Nach der Scheidung von ihrem ersten Ehemann Fritz Jerusalem heiratete sie 1910 Prof. Widakovich. Sie emigrierten nach Argentinien und lebten in Buenos Aires, wo sie im Jänner 1943 starb. Prof. Dr. Spreitzer, Brigitte Brigitte Spreitzer, geboren 1964, verfasste ihre Habilitationsschrift "Texturen. Die österreichische Moderne der Frauen" im Rahmen des Grazer Spezialforschungsbereichs "Moderne - Wien und Zentraleuropa um 1900". Sie ist Dozentin für Deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz und Psychotherapeutin für Katathym Imaginative Psychotherapie in freier Praxis. Prof. Dr. Spreitzer, Brigitte Die Herausgeberin lehrt als außerordentliche Universitätsprofessorin Neuere Deutsche Literatur an der Universität Graz.


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